Cueva del Moraig

Die Costa Blanca hat einige schöne Tauchspots zu bieten, der Interessanteste ist jedoch wahrscheinlich die Cueva del Moraig.
Dieser geheimnisvolle, unterirdische Süßwasserfluss mit seinem spektakulären Höhlenlabyrinth gehört mit zu den besten Höhlen und niemand konnte bisher seinen Ursprung finden. Somit bleiben große Rätsel um seine Entstehung offen und die Hilfe für die Landwirte der Region um die Wasserversorgung der Felder zu verbessern, steht in der fernen Zukunft.

cueva moraig tauchgangDie Höhle Cueva del Moraig liegt in Spanien zwischen Cabo de la Nao und Punta de Moraira, also nördlicher als die Cueva del Elefante und Cueva del Agua. Sie ist ein unterirdischer Süßwasserfluss, welcher zwischen Javea und Moraira unter dem Cumbre del Sol ins Meer fließt. Die erste Betauchung wurde 1977 von dem spanischen Speläologen Eloy Parra durchgeführt. Sein Tauchgang führte ihn damals 200 Meter in das Innere des Moraigs. Danach folgten einige Höhlentauchgänge von anderen Tauchern. 1983 stieß dann Eloy Parra bei einem Tauchgang bis auf 550 m vor. Dies war für einige Zeit die max. betauchte Länge, bis 1988 der deutsche Höhlenforscher und Taucher Bernhard Pack die Erforschung der Cueva del Moraig begann.

Cova del Moraig BenitatxellBis 1991 wurde durch ihn die Cueva del Moraig mit einem hohen technischen, wie auch finanziellen Aufwand mit mehr als 100 Tauchgängen vermessen und kartografiert. Doch auch für Bernhard Pack wurde die Höhle, wie auch für einige andere Taucher, zum Grab. Bei einem kurzen Tauchgang, der ihn nur 330 m in das Innere der Moraig führen sollte verstarb er bei der 200 m Markierung mit einer Hand am Seil, leeren Flaschen und zwei Krebsen in seinen Taschen. Der Grund des Tauchganges war genau diese, bisher unbekannte Krebsart, welche er bei seinen vorigen Tauchgängen entdeckte. Diesen schenkte er jedoch bisher keine Beachtung, doch nun wollte er wenigstens der Wissenschaft einen kleinen Beitrag leisten, da er bei der Lösung der Wasserprobleme für die Region durch den Moraig nicht weiterkam.

Der Grund, dass man schon seit den 50er Jahren systematisch nach dem Moraig suchte war und ist immer noch, dass man darauf hoffte, ihn als alternative Wasserversorgung zu nutzen, denn das Wasser wurde damals schon immer knapper und dadurch die landwirtschaftlichen Erträge schlechter. Doch anstatt nach einer grundsätzlich neuen Ausrichtung der Wirtschaft zu suchen, wurden die mit wenig Wasser auskommenden Wein-, Oliven- und Mandelbäume durch durstige Zitrusbäume ersetzte, da man sich dadurch einen höheren wirtschaftlichen Ertrag erhoffte. Doch diese Entscheidung hatte katastrophale Folgen und die Auswirkungen auf den eh schon knappen Wasserhaushalt der Region waren und sind dramatisch. Vor allem in den regenarmen Zeiten kam es immer wieder zu Engpässen im Wasserhaushalt, da die Brunnen und Regenzisternen schnell leer waren/sind.

falla del riu de MoraigViele der Landwirte mussten daraufhin ihre bisherigen Anbaugebiete brach liegen lassen und ihr Business aufgeben, um sich in einer anderen Region einen Job zu suchen, um die Familie zu ernähren. Bis heute liegen die Flächen, welche von den Bauern bewirtschaftet wurden, brach da und verkarsten von Jahr zu Jahr mehr.
Doch trotz aller Mühen, welche Bernhard Pack unternommen hat, um den Ursprung des Moraig zu entdecken und somit das Wasserproblem der Region zu lösen, hatte er keinen Erfolg reines Süßwasser zu finden. Denn egal wie tief bisher in die Cueva del Moraig reingetaucht wurde, alle entnommenen Wasserproben enthielten 1 Prozent Salzgehalt und somit ist das Wasser für die Plantagenbewässerung ungeeignet. Deshalb brach Plack dann auch 1992 enttäuscht seine Bemühungen ab und tauchte am 21. September 1992 noch einmal einen letzten Tauchgang, wie oben schon beschrieben in die Cueva del Moraig.

Im März 2000 wurde dann nochmals von dem Engländer und Feuerwehrmann Rick Stanton ein Vorstoß in die Moraig gestartet. Mit einem sehr großen Equipment Aufwand, welcher er mit einem LKW liefern lies, gelang ihm ein Tauchgang auf 1500 m, doch auch dieser Tauchgang brachte keine neuen Erkenntnisse.

Bis heute gibt der Moraig seine Geheimnisse nicht frei und keiner kennt den Ursprung des Flusses. Fachleute gehen davon aus, dass er eine Länge von ca. 3-4 km hat. Doch um dies wirklich bestimmen zu können, sind noch viele Tauchgänge erforderlich.

So bleibt bis heute der theoretische Süßwasserstrom, welcher unterirdisch durch das verkarstete Kalksteingebirge ins Mittelmeer fließt mehr Mythos als Realität. Alte Überlieferungen sagen, dass die Phönizier um 1000 v. Chr. schon den Höhleneingang und das Süßwasser kannten. Sie sollen es damals schon als Trinkwasser für ihre langen Seereisen genutzt haben. Doch im Laufe der Zeit haben die Menschen den Fluss und das Süßwasser immer mehr vergessen und übrig blieben nur die Legenden zur Cueva del Moraig.

cueva del moraig

 

Viele Sporttaucher und auch technische Taucher wagen einen Tauchgang in die ersten Meter der Höhle. Der Lohn für diese Mühen ist ein interessanter und ungefährlicher Ausflug in die Cueva del Moraig. Doch jeder Taucher sollte den Respekt vor dieser Höhle nicht verlieren, denn schnell wird die Cueva zur Gefahr, vor allem, wenn man sich zu tief in sie hineinwagt.
Der große Reiz für den normalen Taucher liegt beim Einstieg in die Cueva del Moraig. Um an diesen zu kommen, muss man über den Strand des Cumbre del Sol ins Wasser, um von dort aus dann entlang der Küste bis zum Einstieg zum Moraig zu gelangen.
Ortsunkundige sollten dies jedoch ausschließlich mit einem ausgebildeten Guide, welcher die Region kennt, durchführen.

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Eindrücke Cueva del Moraig

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